Ortsteil Kleinbrüchter

Ortsteilbürgermeisterin:

Hella Dietrich

Tel.priv:  036330-65735

Sprechzeit: mittwochs 17.00 – 18.00 Uhr


Ortsteilrat: Matthias Hirche, Dirk Rindermann, Daniel Kindler, Markus Kindler

 

Kriegerdenkmal (1. und 2. Weltkrieg)

Kriegerdenkmal (1. und 2. Weltkrieg)

Der Ort Kleinbrüchter liegt 330m über NN.

Das die Ortschaft umgebende hügelige

Gelände weist Höhen von 310-410m aus.

Einwohnerzahl: 195 (31.03.2017)

 

 

 

 

 

 


Historischer Abriss:

Im Jahre 1303 wurde Kleinbrüchter erstmalig urkundlich im Mühlhäuser Urkundenbuch unter der Nr.534 vom 01.April 1303 erwähnt. Der Ort hat aber schon früher bestanden, ein Stein an der Dorfkirche zeugt davon.

1366 wird der Ort „minori Bruchterde“ genannt, 1409 „Windisch Brüchtern“: ein Hinweis für die Anwesenheit von “Wenden“, Slawen.

Im Jahre 1991 wurden bei Bauarbeiten 21 Gräber aus dem Zeitraum Ausgang 10.Jhd. – Anfang 11. Jhd. gefunden. Bei den von März bis Oktober erfolgten Ausgrabungen wurden Glasperlen, Bernstein, Schläfenringe und Sporen sehr seltener Art und alter Form gefunden.

Die Funde bezeugen, dass Slawen im Ort eine größere gesellschaftliche Stellung einnahmen. Die Slawen besaßen im Ort eine große wirtschaftliche Bedeutung; wahrscheinlich nutzten sie ihre Erfahrungen im Roden und Entwässern zur Urbarmachung von Land um Kleinbrüchter.

Die Ausgrabungen in Kleinbrüchter weisen die nordwestlichste Ausbreitung der Slawen nach, die zur Zeit bekannt ist.

In den Jahren von 1845-1855 zwangen Missernten und Armut viele Familien aus Kleinbrüchter, nach Amerika auszuwandern. Trotzdem wuchs die Einwohnerzahl des Ortes, denn Familien aus dem noch ärmeren Eichsfeld siedelten sich an. Kleinbrüchter gehörte zum Amt Keula des Fürstentums Schwarburg-Rudolstadt.

 

Siedlung Peukendorf

Steinkreuz am Anger

Steinkreuz am Anger

Bodenfunde beim ehemaligen Volksgut Peukendorf aus vermutlich dem 1 Jhd. unserer Zeitrechnung lassen vermuten, dass dort wahrscheinlich Pfahlhäuser gestanden haben. Eine größere Anzahl von Bodenfunden an Steinäxten aus der Steinzeit südlich von Peukendorf läßt auf eine frühere Besiedlung schließen.

1178 wird der Ort erstmalig urkundlich als „Boickendorf‘ erwähnt.

1306 kam das Klostergut von Reinhardsbrunn nach Kloster Schlotheim.

1378 gehört Bockendorf (Pokendorf) zu Kloster Schlotheim. Mitte vorigen Jahrhunderts wurde das Klostergut zur Domäne umgewandelt.

1936 wurde auch die Domäne aufgelöst.
Hervorzuheben ist, dass der Ort schon 1787 eine eigene Feuerwehr besaß (Unterlagen liegen bei Frau Landeck vor).Aus diesem Grund finden jährlich in Kleinbüchter große Feuerwehrfeste statt.

Kleinbrüchter ist seit September 1995 Ortsteil der Einheitsgemeinde Helbedündorf.

Verkehrsanbindung:
Bundestraße: B  84 Ebeleben
B249 Ebeleben
B  80 Gebra
B    4 Greußen
10 km
10 km
23 km
30 km
Bundesbahn: Sondershausen-Erfurt Mühlhausen-Schlotheim
Bahnhof: Hohenebra Schlotheim
Autobahn: A4 Eisenach
A4 Erfurt
A7 Hann.-Münden/Werratal
62 km
80 km
95 km
Flugplatz: Erfurt Bindersleben
Obermehler
70 km
6 km
öffentliche Verkehrsmittel:  Busverbindung: Sondershausen, Ebeleben, Mühlhausen
Entfernung zur Kreisstadt: Sondershausen 25 km
Entfernung zu: Mühlhausen
Ebeleben
Nordhausen
Bleicherode
23 km
10 km
30 km
25 km